Konzertberichte

 

Taubertal-OpenAir 2001 von Dominik "MC" Seffer

Yo, nun hab ich es nach langer Zeit ja doch noch geschafft meine gesammelten Impressionen über das Taubertal Festival 2001 niederzuschreiben. Natürlich ist nicht alles so ernst gemeint und teilweise auch ironisch... für Kritik bin ich offen, bringt aber nix, der Bericht bleibt so (Höhö). Wenn jemandem irgendetwas nicht ganz so passen sollte hat er ja immer noch die Möglichkeit einen alternativen Bericht zu verfassen........ also auf geht’s.

Alles begann damit, dass Malte und Marten den Auftrag hatten einen guten Zeltplatz auf der Wiese für alle Beteiligten zu reservieren, weil sie schon nen Tag eher hingefahren sind. War natürlich ne korrekte Aktion, aber über die Ausführung könnte man noch mal diskutieren. Klar, Platz für die Zelte war im Grunde da, aber das schöne, praktische, sperrige, gemütliche, große Dach von Moritz und Dennis musste dann doch irgendwie im Auto bleiben und eine etwas seltsame Not-Konstruktion wurde improvisatorisch aufgebaut...na ja, letztendlich hat es dann für die paar Tage auch gereicht.
Was das Gelände betrifft muss man sagen, dass es ziemlich okay war. Wir hatten sogar getrennte Duschen, wo sich mal wieder bestätigt hat, dass Frauen einfach Schlampen sind!!!!
Einige von ihnen kamen sogar in die Herrenduschen um sich zu waschen, weil sie es in dem Drecksloch gegenüber nicht mehr ausgehalten haben...tztztz.
Den Nachteil, welchen der Acker mit sich brachte sollte ich aber noch früh genug feststellen. Es ließ sich dort ziemlich besch... fahren, denn alles war recht eng und bei den Steinen haben meine Räder nicht selten durchgedreht. Naja und wenn man dann noch Jo als Parkeinweiser hat (weiter, los, kannst nochn Stück, noch vieeel Platz) ist es ja auch kein Wunder, dass ich Wolfgangs Karre gerammt habe ;-).
Achja, unsere „Zelt-Nachbarn“ sollten auch nicht unerwähnt bleiben, die uns mit ihrem bayrischen Kulturgut (mit Liedern wie: „mein Mountainbike“ oder „Oh Edeltraut, Du hast a sau guats Gras gebaut“, die im Dauer-Repeat abgespielt wurden) so manche Stunde versüßt haben. Und jeden Morgen wurden wir durch sanfte, wohlklingende, einfühlsame DEATH METAL-Töne geweckt, nochmals Danke dafür!!!!

Es wäre natürlich chilliger gewesen, wenn Primate Pookie auch bei uns gezeltet hätten, aber auch so ist ne Menge passiert. Schließlich waren wir etwa 12 bunt zusammengewürfelte Leute.
Sogar ne Love-Story gab es geboten (eine, die wohl niemals wirklich enden wird tztz).
Es kam nämlich zum Aufeinandertreffen eines ehemaligen Pärchens: Steffi (wenn Johannes auch kommt, hab ich keine Lust dazu) & Johannes (was Steffi ist auch hier?).
Es gab sozusagen einen gewissen Hass zwischen den beiden und es wurde sich am ersten Abend gut angegiftet. Da das aber uns anderen ziemlich auf die Eier ging, wollten sie sich unter vier Augen „aussprechen“. Na ja und so kam es, dass die beiden etwa 3 Stunden verschwunden waren und irgendwann recht fröhlich grinsend zurückkamen, nur um dann wieder für den Rest des Abends zu verschwinden. Tztztz...(immerhin waren sie dann auch für diese drei Tage wieder zusammen *lach*).

Wo wir grad bei Johannes sind... Er hatte tatsächlich das Riesenglück beim Niveastand was krasses zu gewinnen: Eine Make-Up-Beratung (Whoah cool). Aber wer Johannes kennt, weiss natürlich, dass er diesen Gewinn tatsächlich prompt einlöste. Ich glaube die Beraterin meinte nur, da würde sie nicht viel machen können (ist wohl nix mehr zu retten *fg*).
Das erklärt dann auch, warum Johannes seine Wette mit Malle und mir sang- und klanglos verloren hat. Er wollte sich nämlich von fünf der süßen Eisverkäuferinnen den Namen und die Telefonnummer auch den Waschbrettbauch kritzeln lassen. Es wurde dann schließlich immerhin ein Name, Egon glaub ich. Geschah dem Angeber ganz recht (purer Neid Johannes, weißt Du ja)!

Das Gelände auf dem die Bands gerockt haben war auch sehr mächtig und lag tief in einem Tal, quasi dem Taubertal. An den Hängen hatten sich öfter Heißluftballons verfangen (Hmm, ob deswegen die Verlosung der Rundfahrten nur sehr schleppend voran ging?).
Man durfte allerdings keine Dosen und „Tüten“ mit aufs Gelände nehmen, weshalb Jo etwa 6 Dosen Kalle exen musste (was ich persönlich ja super widerlich finde).
Hatte man Tüten dabei wurde man sofort von üblen Typen beschattet (etwa so üble Typen, wie Herr Übel, der in seinem Geschäft garnichtmal so üble Instrumente verkaufen soll). Böse Zungen behaupten auch, dass sie einen gnadenlos vom Gelände abführen würden, na ja so ist nun mal Bayern.

Die Hauptacts, die dort am Start waren, haben auch mächtig gerockt. Nur vom „Madonna HipHop Massacker“ hätte ich mir persönlich etwas mehr erwartet. Wheatus war auch nicht so prall, wie man vielleicht meint (man merkt, dass sie es nicht gewohnt sind vor so provinziellem Volk zu spielen und konnten/wollten die Leute nicht so recht mitreißen. Und die Punks von Spn-X haben mit ihren nervigen, schlechten, pseudo-witzigen Sprüchen auch nur die besoffenen Assis begeistert, die dann bei den Schröders auch noch angefangen haben zu pogen, was super dämlich war. Aber Apocalyptica, H-Blockx (Autogramme @ Marten!!!!!) und Travis haben alle in den Schatten gestellt. Ansonsten gabs unter anderem zu sehen: Glow, Sub7even, Ash, Mo Solid Gold, Project Pitchfork, Donots, Subway to Sally, Slut und die New Model Army .

So komm ich abschließend noch mal kurz zum Emergenza Contest. Also der Sieger „Willow Tree“ war wirklich okay, aber „Sincere“ die den 2. Platz gemacht haben, waren super mies und absolut billig. Die haben wohl auch nur gewonnen, weil sie direkt nach den H-Blockx spielen durften und von denen angekündigt wurden, somit hatten sie viele Zuschauer, die in Scharen von der Haupt- zur Emergenzabühne strömten. Außerdem hätte ihre Äußerungen „Your Bratwurst sucks“ zur Disqualifikation führen müssen!!! --- Ein Skandal---
Ansonsten bleiben noch die schlechten Italiener von „Introdusco“ zu erwähnen, die meinten mit einem Gogo-Girl, dass sich nach jedem Song etwas mehr auszog gewinnen zu können. Besser machte es „Thaibnakkel“ aus Frankfurt, die einen blauen Leadsänger hatten. Aber es war halt HipHop, was vielen nicht so gefiel, aber ich fands nicht schlecht. „Mindjuice“ aus München war dafür auch ziemlich cool (nicht vergessen, nach dem kiffen Snickers fressen!).

So ich denke ich habe nun so einiges reflektiert. Falls jemandem noch was einfällt, was ich vergessen hab, kann dieser ja nen alternativen Bericht schreiben.

Natürlich soll Primate Pookie in meinem Bericht auch erwähnt werden. Wie jeder weiss wurden sie zu Recht mit dem Titel „Beste Live Show“ ausgezeichnet (und brauchten sich nichteinmal dafür ausziehen). Und ich denke, wenn sie ne bessere Zeit zum spielen gehabt hätten (zum Beispiel nach den H-Blockx) wäre auch noch mehr drin gewesen.
Aber sie können natürlich stolz auf das geleistete sein und ein Titel, der die gesamte Band ehrt ist wesentlich mehr wert, als irgendwelche Einzeltitel.

So long
Seffer-MC